Die Johanniskirche in Walluf wurde im 15. Jahrhundert auf den Ruinen der romanischen Saalkirche errichtet, die bereits im 10. Jahrhundert an dieser Stelle erbaut wurde. Die Johanniskirche war damals in die Wehranlage von Walluf integriert. Die alte Nordwand nutze man für den gotischen Neubau im 15. Jahrhundert – in die Seitenwände wurden dann in der Zeit der Spätgotik große Fenster heraus gebrochen.

Im dreißigjährigen Krieg wurde die Johanniskirche durch die Schweden stark zerstört, aber anschließend wieder aufgebaut. Im Laufe des 18. Jahrhunderts nahm immer mehr die Bedeutung der am Ortsrand liegenden Johanniskirche ab – auch dank der im Ortskern von Walluf liegenden Adelheitkapelle. So kamen dann auch der Hochaltar und die Seitenaltäre der Johanniskirche in die Adelheitkapelle.

Anfang des 19. Jahrhunderts soll die Kirche abgerissen werden, da die Gemeinde Niederwalluf kein Geld hat, die Kirche weiter zu unterhalten. Da aber die Besitzverhältnisse strittig sind, verfällt die Johanniskirche und gerät in Vergessenheit. Sie ist dann noch im Laufe der Jahre eine Scheune, ein Eiskeller und sogar ein Stall. Erst in den Jahren nach 1960 beginnen die Bürger aus Walluf, den mittlerweile verwilderten Platz wieder zu entrümpeln und vom Bewuchs zu befreien und so können die Ruinen der Kirche heute wieder für Gottesdienste im Freien und verschiedene kulturelle Angebote genutzt werden.

Johanniskirche Walluf

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Johanniskirche Walluf

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